Eigenverbrauch ist der wichtigste Hebel
Ob Produktion, Kühlung, Lager mit Förder- und Ladetechnik oder Büro mit Klimatisierung: Der Strombedarf eines Betriebs fällt größtenteils in die Sonnenstunden. Je höher der Anteil, den Sie selbst verbrauchen, desto schneller amortisiert sich die Anlage – denn selbst erzeugter Strom ersetzt Netzbezug inklusive Netzentgelten, Umlagen und Steuern.
Grundlage der Auslegung ist Ihr Lastgang, den Ihr Netzbetreiber oder Messstellenbetreiber bei registrierender Leistungsmessung als Viertelstundenwerte bereitstellt. Daraus ergibt sich, wie groß die Anlage für einen hohen Eigenverbrauch sein sollte und ob sich ein Speicher zur Spitzenlastkappung lohnt.
Flachdach, Trapezblech, Sandwich: das richtige System
Auf Flachdächern setzen wir ballastierte Ost-West-Aufständerungen ein, die viel Leistung auf die Fläche bringen und den Ertrag über den Tag verteilen. Entscheidend ist die verfügbare Lastreserve des Dachs – sie wird vor der Planung geprüft. Auf Trapezblech und Sandwichpaneelen montieren wir mit Profilklemmen und Kurzschienen, abgestimmt auf Profil und Blechstärke.
- Prüfung von Dachaufbau, Abdichtung und Lastreserve
- Brandschutzabstände und Wartungswege im Belegungsplan
- Abstimmung von Kran, Materiallogistik und Zugangszeiten
Steuer, Förderung und Solarpflicht
Für bewegliche Wirtschaftsgüter, die zwischen dem 1. Juli 2025 und dem 31. Dezember 2027 angeschafft werden, ist wieder eine degressive Abschreibung möglich (bis zum Dreifachen der linearen AfA, höchstens 30 %). Bei PV-Anlagen mit 20 Jahren Nutzungsdauer ergibt das bis zu 15 % im Jahr. Unter Voraussetzungen kommt der Investitionsabzugsbetrag nach § 7g EStG hinzu. Wie sich das für Ihren Betrieb auswirkt, klären Sie bitte mit Ihrer Steuerberatung.
Mehrere Bundesländer schreiben bei neuen Nichtwohngebäuden und teilweise bei grundlegenden Dachsanierungen eine Photovoltaikanlage vor, etwa Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Berlin. Die Regeln unterscheiden sich je Land; wir planen die Anlage so, dass sie die Vorgaben erfüllt.
Finanzieren lässt sich die Anlage zum Beispiel über den KfW-Kredit 270 „Erneuerbare Energien – Standard“, der über die Hausbank vor Vorhabenbeginn beantragt wird.