Wie groß sollte der Batteriespeicher sein?
Eine bewährte Faustregel für Einfamilienhäuser: etwa 1 kWh nutzbare Speicherkapazität je 1.000 kWh Jahresverbrauch, und nicht mehr als rund 1 bis 1,5 kWh je kWp Anlagenleistung. Ein Haushalt mit 4.500 kWh Verbrauch und 10 kWp Anlage liegt damit bei etwa 5 bis 8 kWh.
Größer ist nicht automatisch besser. Ein überdimensionierter Speicher wird im Winter kaum voll und im Sommer abends nicht leer – die zusätzlichen Kilowattstunden kosten Geld, ohne viel Strom zu verschieben. Mit Wärmepumpe oder E-Auto verändert sich die Rechnung; dann lohnt eine genauere Betrachtung des Lastprofils.
Was kostet ein Stromspeicher?
Die Preise sind in den letzten Jahren deutlich gefallen. Marktübersichten nennen für Heimspeicher 2026 grob 400 bis 900 Euro pro kWh Kapazität inklusive Installation, je nach Größe, Hersteller und ob der Speicher zusammen mit der PV-Anlage oder nachträglich installiert wird (Stand Oktober 2026). Größere Speicher sind pro kWh meist günstiger.
Bundesweite Zuschüsse für Heimspeicher gibt es derzeit nicht; einige Länder und Kommunen fördern Speicher in Verbindung mit einer neuen PV-Anlage, und der KfW-Kredit 270 kann zur Finanzierung genutzt werden. Programme ändern sich häufig – den aktuellen Stand fassen wir im Förder-Ratgeber zusammen.
Warum Speicher wichtiger werden
Seit dem Solarspitzengesetz (in Kraft seit 25. Februar 2025) erhalten neue Anlagen für Zeiten mit negativen Börsenstrompreisen keine Einspeisevergütung, und Anlagen ohne intelligentes Messsystem dürfen bis zu dessen Einbau höchstens 60 % ihrer Leistung einspeisen. Ein Speicher, der den Mittagsüberschuss aufnimmt, fängt beides weitgehend ab.
Dazu kommt die geplante EEG-Reform: Für neue Kleinanlagen ab 2027 soll die feste Einspeisevergütung durch ein befristetes Übergangsmodell ersetzt werden (Kabinettsentwurf vom 29. Juli 2026, Stand 12. Oktober 2026 noch nicht beschlossen). Je weniger die Einspeisung bringt, desto mehr zählt der Eigenverbrauch.
Notstrom, Ersatzstrom, Nachrüstung
Viele Speicher bieten eine Notstromsteckdose, die bei Netzausfall einzelne Geräte versorgt. Ein Ersatzstromsystem versorgt dagegen das ganze Haus oder ausgewählte Stromkreise und braucht eine Netztrennung im Zählerschrank. Was davon sinnvoll ist, hängt davon ab, was im Ernstfall weiterlaufen soll.
Bestehende Anlagen lassen sich in der Regel nachrüsten, meist als AC-gekoppelter Speicher mit eigenem Wechselrichter. Bei neuen Anlagen ist ein Hybridwechselrichter (DC-Kopplung) häufig die effizientere und günstigere Lösung.