Was bei einer PV-Wartung geprüft wird
Eine sinnvolle Wartung verbindet den Blick aufs Dach mit dem Blick in die Daten. Zuerst vergleichen wir den tatsächlichen Ertrag mit dem erwarteten: Ein Rückgang über das übliche Maß hinaus weist auf ein Problem hin, lange bevor es sichtbar wird.
- Module: Glasbruch, Verfärbungen, Hotspot-Anzeichen, Verschmutzung
- Unterkonstruktion: Sitz von Klemmen, Dachhaken und Schienen, Korrosion
- Verkabelung: Steckverbinder, Kabelführung, Scheuerstellen, Tierverbiss
- Wechselrichter: Fehlerspeicher, Lüfter, Anzeige, Kommunikation mit dem Monitoring
- Dach: Zustand der Eindeckung rund um die Befestigungspunkte
Wie oft sollte eine PV-Anlage gewartet werden?
Für die meisten Anlagen auf Wohnhäusern reicht eine Prüfung im Jahr, ergänzt durch einen regelmäßigen Blick ins Monitoring. Gewerbliche Anlagen und Anlagen in exponierter Lage – Küstennähe, Stallabluft, Staub von Feldern oder Straßen – profitieren von kürzeren Intervallen.
Unabhängig von der Wartung gilt für gewerbliche Betreiber die Pflicht, elektrische Anlagen regelmäßig prüfen zu lassen (DGUV Vorschrift 3). Auch der Gebäudeversicherer kann Anforderungen an die Prüfung stellen.
Lohnt sich eine Modulreinigung?
Bei Dächern mit mehr als etwa 15 Grad Neigung spült Regen den meisten Schmutz ab. Flache Anlagen, Module am Stall oder neben Feldern und Straßen setzen dagegen schneller zu – besonders an der unteren Modulkante. Gereinigt wird, wenn die Verschmutzung den Ertrag messbar mindert, und dann mit weichem Wasser und ohne aggressive Mittel oder Hochdruck, damit die Beschichtung keinen Schaden nimmt.