Was zur Planung einer PV-Anlage gehört
Am Anfang steht die Bestandsaufnahme: Größe, Neigung und Ausrichtung der Dachflächen, Zustand der Eindeckung, Verschattung durch Gauben, Schornsteine oder Bäume und der Platz im Zählerschrank. Vieles lässt sich anhand von Fotos und Plänen beurteilen, bei größeren Dächern oder Unklarheiten kommen wir vor Ort.
Daraus entsteht der Modulbelegungsplan. Er berücksichtigt Randabstände, Wind- und Schneelastzonen, Dachfenster und Wartungswege und legt fest, wie die Module zu Strängen verschaltet und an welchen Wechselrichter sie angeschlossen werden.
- Dachflächen, Eindeckung und Verschattung
- Tragfähigkeit der Unterkonstruktion und Befestigungssystem
- Zählerschrank, Kabelwege und Standort des Wechselrichters
- Speicher, Wallbox oder Wärmepumpe – heute oder später
Auslegung nach Verbrauch statt nach Faustformel
Eine gute Auslegung beginnt beim Verbrauch: Wie viel Strom wird im Jahr gebraucht, und zu welcher Tageszeit? Im Haushalt genügen meist die Jahresabrechnung und die Frage nach geplantem E-Auto oder Wärmepumpe. In Betrieben mit registrierender Leistungsmessung liefert der Lastgang in 15-Minuten-Werten ein genaues Bild, wann Strom gebraucht wird.
Auf dieser Grundlage rechnen wir Varianten durch: verschiedene Anlagengrößen, mit und ohne Speicher, Ost-West- oder Südbelegung. So sehen Sie, welche Variante zu Budget und Ziel passt, bevor Sie ein Angebot unterschreiben.
Statik, Genehmigung und Netzanschluss früh klären
Auf Wohnhäusern sind PV-Anlagen in Deutschland meist genehmigungsfrei. Bei Denkmalschutz, Freiflächenanlagen oder besonderen Vorgaben im Bebauungsplan muss die Gemeinde dagegen vorher zustimmen. Bei Hallendächern und ballastierten Flachdachsystemen ist oft ein Nachweis eines Tragwerksplaners nötig. Das klären wir, bevor Material bestellt wird.
Den Netzanschluss stimmen wir mit dem zuständigen Netzbetreiber ab. Bei kleinen Anlagen ist das meist eine Formsache. Bei größeren Anlagen bestimmen die Antwort des Netzbetreibers und gegebenenfalls nötige Anpassungen am Netzanschluss den Zeitplan. Deshalb gehört die Netzanfrage an den Anfang der Planung, nicht ans Ende.
Planung und Montage aus einer Hand
Weil unsere Montageteams nach dem Plan bauen, den wir selbst erstellt haben, gehen keine Informationen zwischen Planer und Handwerker verloren. Muss das Dach vorher saniert werden, planen wir das gleich mit. Für Gewerbe- und Hofdächer erstellen wir die Planung auf Anfrage auch als eigenständige Leistung.