Wann sollte das Dach vor der PV-Montage saniert werden?
Als Orientierung: Hat die Eindeckung absehbar weniger Restlebensdauer als die geplante Anlage, ist die Sanierung vorab fast immer die wirtschaftlichere Lösung. Muss eine fertige Anlage für Dacharbeiten demontiert und wieder aufgebaut werden, entstehen Kosten für Gerüst, Montage, Elektrik und den Ertragsausfall – Geld, das in eine neue Eindeckung besser investiert ist.
- Eindeckung älter als etwa 30 bis 40 Jahre oder deutlich verwittert
- Gebrochene, verschobene oder poröse Ziegel, starker Moosbewuchs
- Feuchte Stellen, Wasserflecken oder modriger Geruch im Dachboden
- Durchhängende Dachflächen als Hinweis auf geschädigte Sparren oder Lattung
- Korrodierte oder undichte Bleche und Anschlüsse an Kamin und Gauben
Was wir am Dach übernehmen
Wir tauschen schadhafte Sparren, Pfetten und Lattung aus, erneuern die Eindeckung und führen die nötigen Blecharbeiten aus. Die Unterkonstruktion der PV-Anlage planen wir dabei gleich mit, damit Dachhaken und Schienen an den richtigen Stellen sitzen und die Eindeckung dicht bleibt.
Weil Dach und Photovoltaik aus einer Hand kommen, gibt es keine Schnittstellenprobleme zwischen Dachdecker und Solarteur – und keine Diskussion darüber, wer für eine undichte Stelle an einem Dachhaken verantwortlich ist.
Förderung für die Dachsanierung
Eine reine Neueindeckung ohne energetische Verbesserung wird in der Regel nicht gefördert. Wird das Dach dabei gedämmt, kommt die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG Einzelmaßnahmen) in Frage: Der Zuschuss für Dämmmaßnahmen beträgt 15 % der förderfähigen Kosten, mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP) gibt es einen Bonus. Voraussetzung sind unter anderem ein Energieeffizienz-Experte und ein Antrag vor Beginn der Maßnahme (Stand Oktober 2026).
Alternativ können selbstgenutzte Wohngebäude die steuerliche Förderung energetischer Maßnahmen nach § 35c EStG nutzen: 20 % der Kosten, verteilt über drei Jahre. Beides kann nicht für dieselbe Maßnahme kombiniert werden.